Über mich

Ich bin auf der Suche nach Alternativen. Sei es alternative Lebensformen, neue Ideen wie wir unsere Welt verbessern oder wie wir unser Leben im Einklang mit der Natur gestalten können.

Schon als kleines Kind war ich von der Natur fasziniert. Ich liebe es in der Natur zu sein und all das Leben zu beobachten. Diese große Vielfalt ist einfach überwältigend und wunderschön.

Die Entstehung dieser Vielfalt finde ich besonders spannend. So habe ich mich im Studium und in meiner Doktorarbeit mit der Evolution und der genetischen Diversität von Populationen und Arten beschäftigt.

„Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn außer im Licht der Evolution.“
Theodosius Dobzhansky

Nach meiner Doktorarbeit habe ich als Projektmanagerin in der Industrie angefangen und bin später Teamleiterin geworden. Ich hatte tolle Kollegen, tolle Mitarbeiter und gute Chefs, aber der Stresspegel ist stetig gewachsen und irgendwann konnte ich mich der Frage, wofür ich mich eigentlich so aufreibe, nicht mehr entziehen. Wofür eigentlich? Irgendwann musste ich meiner Wahrheit in die Augen schauen und feststellen, dass leider keiner meiner Werte in meinem Job abgebildet war. Ich empfand meine Arbeit weder als sinnstiftend noch als nachhaltig in irgendeiner Weise. Es gab kaum Weiterbildungsmöglichkeiten für mich oder meine Mitarbeiter. Alles was zählte waren Zahlen, die irgendwer bestimmt hatte auf Basis von was auch immer. Sich dieser Wahrheit – die natürlich nur mein eigenes Empfinden der Realität widerspiegelt – zu stellen, war nicht einfach und ich habe lange gezaudert.

Das etwas nicht stimmt, habe ich mir zwar relativ schnell eingestehen können, aber was genau nicht stimmt und ob eigentlich ich das Problem bin oder der Job oder meine Einstellung zum Job bzw. meine womöglich überzogenen Erwartungen von einem Job, das hat schon länger gedauert. Ich habe mit meinem Partner und Freunden gesprochen, VHS-Seminare besucht und mich lange mit mir beschäftigt. Natürlich nicht jeden Tag. Es war eher ein Prozess in Wellen. Mein Partner hat mich immer in der Kündigung und einer Auszeit bestärkt, aber das war anfangs gar nicht leicht für mich. Ganz ehrlich, am Anfang war ich schlichtweg überfordert. Ich konnte mir nicht vorstellen einfach zu kündigen – ohne neuen Job, einfach ins Blaue. Und dann? Alleine irgendwo hingehen und was machen? “Was du willst, worauf du Lust hast” war seine einfache Antwort. Damals war diese Antwort überhaupt nicht einfach für mich. Es war nur noch eine weitere große Herausforderung, die zu bewältigen ich schlichtweg keine Kraft hatte. Diese Kraft hatte ich erst nachdem ich die innere Kündigung vielleicht noch nicht vollzogen, aber schon spüren konnte. Als ich mich von meinen Erwartungen an mich frei gemacht hatte – niemanden enttäuschen zu wollen, immer das “Richtige” zu tun, vernünftig sein.

Dabei habe ich gar nicht immer das vermeintlich “Richtige” getan, ich habe gar keinen geradlinigen Lebenslauf. Nach meiner naturwissenschaftlich geprägten Schulzeit und meiner damals schon großen Leidenschaft für die Biologie habe ich mich für ein Übersetzungsstudium mit den Sprachen Chinesisch und Französisch entschieden. Ich brauchte einfach mal was Neues, etwas dass mich reizte. Ich bin meinem Gefühl – meinem Herzen gefolgt. Ich habe viel gelernt, ein Jahr in China verbracht, zahlreiche Erfahrungen gesammelt und wunderbare Freundschaften geschlossen. Meine Sehnsucht nach der Biologie wurde aber immer stärker und so habe ich das Übersetzungsstudium an den Nagel gehängt und bin wieder meinem Herzen gefolgt. Ich habe keine dieser Entscheidungen je bereut. Ich habe sie stets bewusst und gut durchdacht getroffen, wobei ich auch gleichzeitig meinem Gefühl gefolgt bin. Bisher habe ich mich mit meinen Entscheidungen immer wohl gefühlt. Sie haben sich richtig angefühlt.

So brauchte ich auch dieses Mal lang um mich für die Kündigung und die Auszeit zu entscheiden. Danach ging alles ganz leicht: Kündigen und die Auszeit planen. Irgendwie fügte sich alles. Ich habe bisher nur die ersten 6 Monate meiner Auszeit verplant, aber es fühlt sich alles gut an. Ich habe noch viele Ideen was ich in meiner Auszeit ausprobieren und lernen möchte. Einen Blog schreiben ist eine der Ideen – bisher fühlt sich das auch gut an und macht irrsinnig viel Spaß!