Permakultur

In den ersten 3 Monaten meiner beruflichen Auszeit beschäftige ich mich mit der Permakultur. Permakultur? Aufmerksam geworden bin ich auf die Permakultur bei der Dokumentation „Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen“. Dieser Film ist so inspirierend und aufrüttelnd. Er zeigt kreative Lösungswege raus aus der Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt und hinterlässt im Gegensatz zu vielen anderen Dokumentationen und Büchern, die sich mit den Umweltproblemen unserer Welt auseinandersetzen, Hoffnung und Tatendrang. Er erinnert daran, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann.

Genauso positivistisch ist auch die Permakultur. Sie ist ein Gegenkonzept zur industriellen Landwirtschaft, die vor allem auf Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden setzt. Die Permakultur (von engl. permanent und agriculture) wurde von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren in den 1970er Jahren als Antwort auf die Umweltkrise entwickelt. Ziel der Permakultur ist es, ein dauerhaft funktionierendes nachhaltiges System aus Pflanzen und Tieren zu schaffen – ein Ökosystem – das für den Menschen nützlich ist. Um ein solches System schaffen zu können, ist es wichtig die Natur zu beobachten. Sie ist die Lehrmeisterin. Es ist ein Arbeiten mit der Natur und nicht gegen sie.

Nackte Böden und Monokulturen gibt es in der Natur nicht und somit auch nicht in der Permakultur. Pflanzen werden in Mischkulturen angesetzt, damit sie sich gegenseitig unterstützen und den Boden bedecken, um ein Austrocknen zu verhindern. Unterschiedliche Biotope werden angelegt, damit verschiedene Tiere wie z.B. Insekten, Amphibien und Vögel Nahrung und einen Lebensraum finden. Pflanzen dürfen blühen und aussamen. Ein Permakulturgarten ist nicht ordentlich – mit allen Pflanzen in Reih und Glied und sauber aufgeräumt. Abgestorbene Pflanzen, Grünschnitt oder Kompost dient als Dünger und gleichzeitig als Bodenabdeckung, denn in der Permakultur hat alles mehr als nur eine Funktion. Dafür summt und brummt es, zwitschert und quakt es, kreucht und fleucht es, blüht und gedeiht es in der Permakultur. So viel Leben gibt es zu entdecken und zu bewundern.

Das Konzept der Permakultur lässt sich nicht nur auf die Landwirtschaft anwenden, sondern bietet einen ganzheitlichen Ansatz für ein nachhaltiges und gemeinschaftliches Leben. Die wesentlichen Grundprinzipien der Permakultur sind: achtsamer Umgang mit der Erde (earth care), achtsamer Umgang mit den Menschen (people care) sowie Selbstbegrenzung und gerechte Überschussverteilung (fair share). Diese Grundprinzipien werden auf verschiedenste Lebensbereiche angewendet.

Um die Permakultur zu erlernen und zu erleben, was es bedeutet diese zu betreiben, habe ich mich entschieden auf drei verschiedenen Permakulturhöfen in Österreich zu wwoofen. Wwoofing (We`re Welcome On Organic Farms; http://www.wwoof.at; http://www.wwoof.net) ist ideal für alle, die sich das Leben auf einem ökologisch geführten Hof anschauen und mit anpacken wollen, aber auch für ökologische Höfe, die helfende Hände brauchen. Als Wwoofer arbeitet man auf ökologischen Höfen mit und bekommt neben Kost und Logis einen Einblick in das Leben auf einem Hof und kann so allerhand lernen.


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2 Kommentare

  1. Hallo Dana!
    Deine Reise durch die Permakultur hat sich ja sehr spannend entwickelt. Du konntest dir wirklich tolle Höfe anschauen und experimentell mitarbeiten.
    Bei uns blüht und gedeiht alles wunderbar. Täglich, wenn die Sonne scheint, ernten wir Kräuter und Blüten.
    Auch der Hühnerstall geht in seine Endphase. Die Gänse sind im Erdgeschoß bereits eingezogen.
    Der Waldgarten bei der Landesgartenschau, in dem wir unseren Weidenkompost angelgt haben, und überhaupt der ganze Permakulturgarten ist prächtig und kommt bei den Besuchern sehr gut an. Viele interessante Gespräche werden geführt.
    Ich wünsche dir weiterhin eine so abwechslungsreiche Reise und alles Gute. Thekla, Königin von Theklasien

    1. Liebe Thekla, schön, dass alles so prächtig gedeiht, da bin ich natürlich auf Fotos gespannt 😉. Meine Reise durch die Permakultur war sehr spannend, bereichernd und schön. Und nun steht das nächste Abenteuer bevor😊. Ich bin gerade auf dem Weg nach Madagaskar. Davon erzähl ich später mehr😊

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